Mittwoch, 30. November 2011

es war einmal ein Suppenkaspar...


Ich wollte meinem Schatz eine Freude machen und hab ihn heut mit einer Kürbis-Ingwersuppe überrascht…
Ich bin ja sonst nicht so der Suppen-Fan. in früheren Zeiten habe ich Suppen kategorisch abgelehnt und war ein echter Suppenkaspar. Aber es ändern sich die Zeiten und kulinarischen Einstellungen je älter man wird. Mittlerweile mag ich klare Suppen mit Einlage recht gern. Cremesuppen in einer Menüabfolge sind nicht ganz so meines, weil sie meistens wegen der Sahne sehr mächtig sind und danach ist man oft schon pappsatt. Aber wenn die Cremesuppe ein Solist auf dem Speiseplan ist, ist sie durchwegs etwas für mich. Seit einger Zeit esse ich abends ganz gerne Suppe. Am Liebsten eine klare Gemüsesuppe mit Kartoffelwürfel und etwas Lauch. Ich würze diese einfache Suppe mit Ingwer und Galgant und genieße sie mit einem Klecks Sauerrahm oben drauf… Das wärmt und macht satt. Aber da mein Schatz ein glühender Kürbissuppen-Verehrer ist und immer wieder von der leckeren Kürbissuppe seiner Mama schwärmt, versuchte ich mal so ein feines Süppchen zu zaubern.
Das Kürbissuppen-Rezept habe ich aus vielen verschiedenen Kürbissuppenrezepten aus dem Internet zusammengestückelt und es hat einfach klasse geschmeckt. Und die Überraschung war gelungen...


Kleine Warenkunde
Bischofsmütze ist nicht nur ein dekorativer, sondern auch ein sehr schmackhafter Kürbis. Er zählt zu den Zierkürbissen, ist aber essbar. Korrekterweise heißt die Bischofsmütze "Patisson" und sieht aus wie Turban. Die Frucht ist gelb und leicht grün gestreift. Das Fruchtfleisch ist gelb und schmeckt leicht erdig und herzhaft. Diese Kürbis-Art lässt sich prima füllen etwa mit Reis, Linsen, Möhren, Kartoffeln, Pilzen oder Schalotten. (Quelle: experto, daskochrezept)


Zutaten für 2 -3 Personen
1/4 kg Butternusskürbis
1/4 kg Bischofsmütze
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
600 ml Gemüsesuppe
1 Orange
50 ml Kokosmilch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
1/2 TL Ingwer
1/4 TL Galgant
Kürbiskernöl
Kürbiskerne geröstet
etwas Sauerrrahm

Zubereitung
Orange auspressen. Kürbis schälen und in Würfel schneiden. Fein gewürfelten Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen und die Kürbiswürfel hinzufügen. Kurz anrösten und mit der Suppe und dem frisch gepressten Orangensaft aufgießen. Mit den Gewürzen würzen und köcheln lassen. Sobald der Kürbis weich ist, die Kokosmilch hinzufügen und die Suppe fein pürieren. Die Suppe abschmecken.
Achtung! Nicht zu lange köcheln lassen, sonst dickt die Suppe zu sehr ein. Also am Besten ganz frisch zubereiten, wenn man Gäste erwartet.
Vor dem Servieren mit Kürbiskernöl beträufeln, den angerösteten Kürbiskernen und etwas Sauerrahm dekorieren.


Donnerstag, 24. November 2011

Fruchtsalz


Ich habe ja, seit ich unter die foodblogger gegangen bin, viele neue spannende Gerichte und Rezepturen kennengelernt. Aber Steph, die Inhaberin des Kleinen Kuriositätenladens, überrascht immer wieder mit ausgefallen und ungewöhnlichen Rezepten. Diesmal hat sie mich vollkommen mit dem Himbeersalz umgehauen.
Warum? Ganz einfach, weil ich Himbeeren liebe und ich immer wieder gerne neue Salze ausprobiere. Ich habe auch schon selber Salzmischungen gemacht, die Beste ist bis jetzt das Gewürzsalz gewesen. Steph hat dieses Himbeersalz in einem neuen Kochbuch „Frankreich-Die Küche, die wir lieben“ entdeckt.
Das Rezept für dieses fruchtige Salz ist schnell zubereitet und ist wirklich ein ganz, ganz tolles Geschenk für die Weihnachtszeit. Steph kann das Himbeersalz für Guacamole, Fisch und Geflügel sehr empfehlen und hat ab jetzt einen festen Platz auf dem Tisch, wenn es Fisch gibt. Ich kaufe die gefriergetrockneten Himbeeren immer bei Spar und mische sie gerne unters morgendliche Müsli. Man kann sie auch beim Aromagarten kaufen.

Zutaten
10 g gefriergetrocknete Himbeeren
100 g Salz

Zubereitung

Die gefriergetrockneten Himbeeren in einen Mörser geben, bis die Himbeeren pulverisiert sind. Anschließend das Himbeerpulver mit dem Salz vermischen. In einem sauberen Gefäß gut verschlossen aufbewahren.

..und es passt zum aktuellen Blogevent der hüttenhilfe, denn es ist
ein wunderbar einfaches, kulinarisches Geschenk:



Montag, 21. November 2011

flammender Genuss

Über meine Vorliebe für Flammkuchen nach einem Hamburgurlaub habe ich ja schon ausführlich berichtet. Sylvia hat vor einiger Zeit dann eine ganz neue Variante auf ihrem wunderbaren rockigen Blog namens „rock the kitchen“ ihren Lesern präsentiert und zwar: Flammkuchen ganz herbstlich mit Kürbis gebacken!
Sylvia hat sich aus verschiedenen Quellen ihr ganz persönliches herbstliches Flammkuchenrezept zusammen“gebastelt“ und hat damit genau meinen Geschmack getroffen. Da ich so ähnlich wie Sylvia ticke, habe ich wiederum an ihrem Flammkuchen getüffelt. Und so entstand mein eigenes Flammkuchenrezept mit neuer Teigvariante, dass meinem Mitesser und mir großartig geschmeckt hat. Besonders gut hat der Einkorn-Teig geschmeckt. Der leicht nussige Teig harmoniert wunderbar mit den Kürbisaroma.


Zutaten für 2 Personen
Teig:
180g Brot-Weizenmehl
40 g Einkorn-Vollkornmehl
3 EL Rapsöl
1 Eigelb
½ TL Salz
100 ml Wasser
Belag:
100 g Butternusskürbis
150 g Sauerrahm
80 g Gorgonzola
1 Solo-Knoblauchzehe
1 Lauchstange
2 EL Kürbiskerne
Salz
Pfeffer
Chili aus der Mühle

Zubereitung
Mehl, Öl, Eigelb, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Die Teigkugel mit etwas Öl bestreichen und in Folie eingewickelt bei Zimmertemperatur ca. 30 min ruhen lassen.
Lauch in feine Ringe und den Kürbis mit einem Sparschäler in hauchdünne Scheiben schneiden.
Die Teigkugel halbieren und jede Portion auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen Fladen ausrollen und dünn mit Sauerrahm bestreichen. Lauch, Kürbisscheiben 
(Tipp! Am besten mit dem Sparschäler Kürbisscheiben schneiden, so werden sie hauchdünn) und Kürbiskerne gleichmäßig auf den Flammkuchen verteilen. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.
Achtung! Nicht zu viel salzen, denn der Gorgonzola ist ja schon sehr würzig im Geschmack.
Zum Schluss den Gorgonzola in kleine Würfel schneiden und über den Fladen geben.
Bei 220°C 10 min auf einem Blech mit Backpapier backen und sofort servieren...


...und da es so ein schnelles und einfaches Rezept ist, nehme ich diesen Monat an cucina rapida teil.

<a href="http://www.mankannsessen.de/cucinarapida" title="Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de"><img src="http://www.mankannsessen.de/files/pictures/cucina_rapida_500x120.jpg" alt="Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de" /></a>

Freitag, 18. November 2011

italienische Lebensfreude


Ich möchte euch heute die „fattoria la vialla“ vorstellen. Das Weingut mit Bauernhof befindet sich in der wunderschönen Toscana, Nähe der Ortschaft Castiglion Fibocchi. Die „fattoria la vialla“ ist weit über die Landesgrenzen für die hochqualitativen Produkte bekannt. Mein lieber Arbeitskollege bestellt meist einmal im Jahr eine größere Menge und hat mich heuer gefragt, ob ich nicht auch etwas bestellen möchte. Ich habe mir den Katalog (fattoria@lavialla.it) gleich bestellt und wenige Tage später habe ich den liebevoll gestalteten Produktkatalog in Händen gehalten.



Welche Produkte kann man bestellen?
  • Für Weinliebhaber- erstklassige Rotweine von Chianti bis Saugviovese, Roséwein „rosaRosa 2010, Weißweine, Perlweine namens „Mussantino“, Sekt, Dessertweine.
  • Für die Süßen unter euch- Cantuccini, Viallini, Brutti ma Buoni (Rezept zum Selbermachen findet man im Katalog), Stracci, Marmelade, Mousse aus Ricotta, Honig
  • Für bekennende Olivenöl-Fanatiker: Olio extravergine di Oliva
  • Für Käse-Feinschmecker- Pecorino
  • Für alle, die ihren Salat eine besondere Note geben möchten- Aceto di Vino Rosso, Balsamessig aus Modena
  • Für Backbegeisterte- Weizenmehl, Vollkornmehl
  • Für Antipasti-Fans- Orangenoliven, Artischocken, süße Peperonata, Salsa verde, pomodorini secchi, paté  di olive, Asparagina, Hühnerleberpaté, Tomatenbrei
  • Für alle Pastaliebhaber- Fussili, Tubettini, Spaghetti, Tagliatelle, Linguine, Penne lisce, Pici, Pappardelle, Dinkelnudeln und viele feine Saucen 

Und für alle die für Weihnachten ein besonderes Geschenk suchen, kann man sich aus 6 verschiedenen Geschenkskörben das Passende aussuchen.
Besonders gefreut habe ich mich, als ich als Aufmerksamkeit für meine Bestellung ein kleines Paket erhalten habe. Inhalt: feine Kekse (Strocci) und einen prämierten Wein als Kostprobe.

Dienstag, 15. November 2011

Lisa stellt vor...


Heute möchte ich zum ersten Mal ein österreichisches Kochbuch vorstellen, welches ich vom Löwenzahn Verlag erhalten habe. Wenn man es genau nimmt, ist es kein Koch- sondern ein Backbuch: Das große österreichische Backbuch von Franz Schmeißl.
Franz Schmeißl versucht mit seinem Backbuch uns Lesern sein Fachwissen und seine Liebe zu den Berufen des Konditors und Bäckers zu vermitteln.Wem das Backbuch alleine nicht ausreicht, kann auch Backkurse bei Franz Schmeißl besuchen.
Was fiel mir beim ersten Durchblättern des Backbuchs auf:
Das Buch ist in übersichtliche Kapitel unterteilt und beginnt mit den Back-ABC, welches viele wertvolle Tipps und Tricks dem Hobbybäcker näher bringt.
Besonders toll fand ich die detaillierte Beschreibung in Bild und Wort, wie man  Marzipanrosen formt.
Weiters ist es in den Rubriken Rouladen, Schnitten, Torten, Kleindesserts, Kuchen, Germteig & Blätterteig, Weihnachtsbäckerei und Brot & Gebäck unterteilt.
Mir hat gefallen, dass die vorgestellten süßen Rezepte ein kleiner, feiner Auszug  der österreichischen Backklassiker ist. Viele der Rezepte, die Franz Schmeißl seiner Leserschaft präsentiert, bekommt man bei uns in Österreich in jeder Konditorei. So findet man Rezepte für Cremeschnitten, Dobosschnitten, Esterházy-Schnitten, Kardinalschnitten, Husarentorte, Linzertorte, Malakoff-Torte, Sachertorte, Indianer, Ischler Törtchen, Mohr im Hemd.
Klassische österreichische Mehlspeisen-Spezialitäten wie zum Beispiel Bauernkrapfen, Apfelstrudel, Buchteln, Faschingskrapfen, Nussbeugel, Schaumrollen werden in ansprechender Weise vorgestellt.
Wer gerne österreichische Weihnachtskekse ausprobieren möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen. Man findet Rezepte für Brabanter, Christstollen, Eisenbahner, Kletzenbrot, Kokosbusserl,  Linzeraugen, Vanillekipferl, Lebkuchen.

Am meisten hat mich aber das „Brot und Gebäck“-Kapitel interessiert.
Es sind recht einfache Brotrezepte, die außer den „Röggli“ und „Vollkorn-Mischbrot“ ohne Vorteig auskommen und daher für alle Anfänger eine kleine Fundgrube. Ich habe mich nach langem Hin und Her für das Vollkornmischbrot ohne Sauerteig entschieden es nachzubacken. Da ich ja sonst fast immer Brote mit Vorteigen backe.


Ich kann dieses Backbuch allen erfahrenen Backfreunden empfehlen. Für alle Backanfänger ist dieses Buch eine Herausforderung. Aber schließlich wächst man ja an seinen Aufgaben.
Ich danke Frau Oberdanner vom Löwenzahn-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat. Wer sich für die Buchrezension von Alice interessiert, kann dies hier nachlesen und ihre Torte nachbacken.

Mein Backerl(g)ebnis war etwas enttäuschend, denn der Teig ist so klebrig, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ich 3 Laibe formen soll ohne nochmals Mehl hinzuzufügen. Darum musste ich die feuchte Teigmasse in eine Kastenform füllen und backen. Das Brot würde ich als „no-knead-bread“ beschreiben. Die Hitze wurde vom Autor mit 50 min bei 180°C angegeben. Ich habe aber von Lutz und Roswitha gelernt, dass die Hitze am Anfang hoch sein muss und dann langsam verringert wird.
Mein Geschmackserl(g)ebnis: Die Kruste ist schön kross geworden und die Krume ist feinporig und saftig. Es schmeckt wunderbar mild nach Polenta. Geschmacklich hat es mich voll überzeugt und wird bestimmt wieder mal gebacken.


Zutaten für ein Kastenform
150 g Roggenmehl
300 g Weizenmehl
250 g zimmerwarmes Joghurt
100 ml lauwarmes Wasser
1 Pkg. Trockengerm
10 g Olivenöl*
2 TL Salz
2 TL Brotgewürz
Brühstück:
120 g Polenta
450 ml Wasser
 *wahlweise Leinöl

Zubereitung
Für das Brühstück das Wasser aufkochen und den Polenta einrühren, eine Minute kochen und den Herd abschalten und 30 min zugedeckt stehen lassen.
Für den Teig alle Zutaten mit der abgekühlten Polentamasse vermischen und in einer Rührschüssel vermengen.
Achtung! Der Teig ist sehr klebrig und lässt sich nicht auf einer Arbeitsfläche vermengen. Nur in der Schüssel!!
Zugedeckt den Teig 1-2 Stunden auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.
Den Teig in eine eingeölte Kastenform füllen und nochmals gehen lassen. Den Ofen vorheizen. Bei 250°C fallend auf 180°C 60 min backen.

Samstag, 12. November 2011

Zeit ist das Geheimnis für gutes Brot


Ich komme schon gar nicht mehr nach mit dem Nachbacken von den Lutz´schen Broten. Jede Woche findet man bei Lutz wunderbare Brote, Brötchen, Kuchen etc. Diesmal hat es mir das schwäbische Kartoffelbrot angetan. Ich mag Kartoffelbrote nun mal am Liebsten habe und wenn Lutz das Prädikat „absoluter Favorit“ vergibt, dann muss es wirklich ein wunderbares Gebäck sein.
Einige Kartoffelbrote (Maoribrot mit Kartoffelvorteig, finnische Fladenbrote namens “rieska“ oder das rustikale Kartoffelbauernbrot) habe ich ja schon mit Erfolg gebacken und bis jetzt hat mir das Einkorn-Kartoffelbrot am besten geschmeckt. Das Tolle ist, wenn man Brote mit Kartoffeln bäckt, dass diese länger frisch bleiben und die Krume lange saftig bleibt.
Lutz hat einen 2kg-Laib gebacken und da ich nicht so ein großes Brot backen wollte, habe ich die Mengenangaben einfach halbiert. Da ich kein Paniermehl für das Quellstück zu Hause hatte, verwendete ich Vollkornbrösel. Die Backzeit habe ich auch verringert, da das Brot ja wesentlich kleiner ist, als Lutz´s 2kg-Laib.
Lutz beschreibt das Brot wie folgt: „Es ist ein fantastisches Brot. Es duftet verführerisch, hat eine saftige, frische Krume und knusprige Kruste. Die Beschenkten waren ebenso begeistert. Ich könnte das ganze Brot auf einmal aufessen!”.
Dem ist nichts hinzuzufügen...


Zutaten für kleines Brot
Roggensauerteig
35 g Roggenmehl
35 ml Wasser
4 g Anstellgut Natursauerteig
Quellstück
20 g Vollkornbrösel
35 ml Wasser
Hauptteig
Roggensauerteig
Quellstück
75 g Kartoffeln
50 g Roggenmehl
250 g Weizenmehl 1050
10 g Trockenhefe
140 ml Wasser
10 g Salz

Zubereitung
Für den Roggensauerteig das Anstellgut zwei Tage vor dem Backtag ansetzen. Tags zuvor die Sauerteigzutaten miteinander vermengen und bei Raumtemperatur mindestens 16 h reifen lassen und die Kartoffel kochen.
Am Backtag für das Quellstück die Vollkornbrösel mit Wasser mischen und mindestens eine Stunde quellen lassen. Die geschälten Kartoffeln zerdrücken und mit den restlichen Zutaten 4 min zu einem Teig verkneten. Der Teig ist leicht klebrig und sollte mindestens eine Stunde an einem warmen Ort ruhen (Ich habe den Teig 90 min Gärzeit verordnet).
Den Teig zu einem runden Laib formen, einschneiden und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Vor dem Einschießen mit einem spitzen Messer mehrmals die Oberfläche einstechen. Bei 250°C fallend auf 190°C 35 min mit Dampf backen.

eingereicht bei Susan´s yeastspotting.

Dienstag, 8. November 2011

Buon Appetito!


Bevor uns Simone dieser Tage die "Farinata di ceci" auf ihrem Blog pimalbutter präsentierte, wusste ich bis dahin noch nichts von italienischen Kichererbsenfladen. Hätte ich diese irgendwo in einem Laden gesehen, ich hätte gedacht, das wäre eine orientalische Spezialität. So kann man sich täuschen. Dank Simone habe ich wieder etwas mehr über die südlichen Nachbarn und ihre kulinarischen Traditionen erfahren.
Beim Recherchieren fand ich es wirklich spannend nachzulesen, dass die „Farinata di Ceci“ in ganz Italien gern gegessen wird und in jeder Region anders benannt wurde.
Mit Kichererbsen habe ich überhaupt gar keine Kocherfahrungen…und ich muss gestehen ich hab auch noch nie welche gegessen. Darum war ich wirklich neugierig wie diese Fladen wohl schmecken. Simone ist mir da eine Erfahrung voraus, denn sie kam in den Genuss von Original Farinata di Ceci in einem der Dörfer von Cinque Terre in Ligurien. Simone beschreibt den Genuss- und Backmoment wie folgt: Geschmacklich erinnert mich die Farinata an feste Pfannkuchen mit nussigem Kichererbsengeschmack. Wirklich sehr lecker und total einfach herzustellen. Der Teig ist tatsächlich ähnlich des eines Pfannkuchens, allerdings ohne Ei. Und gebacken wird das ganze im Ofen,…“
Ich habe sie nicht auf einem Backblech gebacken, sondern in einer Tarteform, so konnte ich schöne Dreiecke zuschneiden. Die Menge habe ich deswegen halbiert.
Eines weiß ich, nachdem ich den ersten Bissen vom warmen Farinata probiert habe, ich liebe ab heute Kichererbsen. Der Fladen schmeckt großartig und der Rosmarin und Thymian harmonieren wunderbar miteinander. Ab heute gibt es dann nun öfters als Beilage zu Gemüse etc.

Kleine Warenkunde
Farinata ist der italienische Name für einen Pfannkuchen aus den Grundzutaten Kichererbsenmehl, Olivenöl, Salz und Wasser. Das Gericht kommt ursprünglich aus Genua und ist, mit Varianten, an verschiedenen Orten im Mittelmeerraum und in Südamerika eine lokale Spezialität. Bekannt ist es auch unter den Namen Socca, Fainà, Fainè, Cecina oder Torta di Ceci.
In Ligurien heißt das Gericht farinata di ceci.
In der Toskana ist das Gericht entlang der Küste verbreitet und als Cecina oder Torta di Ceci bekannt.
Nach Sardinien wurde das Gericht von den Genuesen gebracht, und heißt dort fainè. Beliebt sind Varianten mit Zwiebeln und sardischen Würsten.
Auf Sizilien, vor allem um Palermo, heißt das Gericht panelle, und ist eine Zwischenmahlzeit. Es unterscheidet sich von der Hauptvariante dadurch, dass der Pfannkuchen in Öl frittiert wird. Die Panelle werden zusammen mit Kartoffelkroketten in Brot gegessen. (Quelle: Wikipedia)

Zutaten für eine Tarteform
100 g Kichererbsenmehl geröstet

250 ml Wasser
1/2  TL Salz
1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer

Thymian, Rosmarin getrocknet
1 EL Rapsöl



Zubereitung
Für den flüssigen Pfannkuchenteig das Kichererbsenmehl, Salz, Wasser und Olivenöl zu einem Teig verrühren. Der Teig ist am Anfang sehr flüssig, aber dickt mit der Zeit noch ein. Den Kichererbsenteig mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Am Besten werden die Fladen, wenn man den Teig über Nacht an einem kühlen Ort ruhen lässt. Die eingeölte Tarteform in den Backofen stellen und auf 220°C vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist den Teig einfüllen und ca. 20-25 min goldbraun backen. Nach 25 min wird der Fladen ziemlich weich, ähnlich wie ein Pfannkuchen. Wer die Farinata lieber schön knusprig mag, kann sich bei lamiacucina schlau machen. Robert hat die knusprige, hauchdünne Variante gebacken.

Freitag, 4. November 2011

jetzt wird bunt gebacken


Dieses besondere Brotrezept habe ich bei purelyfood entdeckt. Claire aus Cheshire ist laut eigenen Angaben Besitzerin von Unmengen an Kochbüchern, schaut zu viele Kochsendungen und sammelt foodblogger-Adressen. Ich habe nicht so viele Kochbücher und schaue kaum Kochsendungen, aber ich bin immer wieder happy, wenn ich einen neuen foodblogger-Seite mit neuen interessanten Rezepten entdecke. Claire´s „beetrootbread“ hat mich gleich neugrierig gemacht und da ich Rote Bete (Rote Bete Ravioli, Rote Bete Gnocchi) sehr gerne mag, musste das Brot nachgebacken werden. Claire beschreibt das Brot wie folgt: The bread had a beautiful texture and the beetroot gave a subtly flavour to the bread. Perfect for cheese and chutney sandwiches or toast with butter.


Obwohl das Rezept sehr überzeugend klang, habe ich es jedoch etwas modifiziert und dem Brot einen Vorteig (poolish) aus Einkornmehl hinzugefügt. Das Brot bekommt eine wunderbare hellrote Farbe und sieht schon beim Kneten sehr ansprechend aus. Leider bleibt die schöne Farbe nach dem Backen nicht erhalten, die Kruste ist leicht rosa geblieben, die Krume aber nicht. Der Geschmack ist erdig und man schmeckt die Rote Bete ganz fein heraus. Wunderbar schmeckt das Brot mit Käse und etwas Butter.

Zutaten für ein Brot
Vorteig/poolish:
100 g Einkornmehl
110 ml lauwarmes Wasser
1 Msp. Hefe
Hauptteig:
Vorteig
400 g Weizenbrotmehl
150 ml lauwarmes Wasser
150 g Rote-Betepüree
5 g Trockenhefe
1 TL Honig
2 TL Salz
1 TL Öl

Zubereitung
Für den Vorteig die Zutaten vermischen und an einem warmen Ort 12 h gehen lassen. Die Teigkonsistenz sollte feucht und klebrig sein.
Am Backtag alle Zutaten miteinander verkneten, bis der Teig sich vom Schüsselboden löst und nicht mehr klebt. Dieser Vorgang dauert ca.5-10 min. Den Teig zugedeckt 2 h gehen lassen. Anschließend den Teig nochmals kneten, 2 mal falten (Teig ausrollen falten, ausrollen, falten) und eine Kugel formen. Den Laib 1 cm tief einschneiden und nochmals an einem warmen Ort 45 min gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 250°C fallend auf 200 °C 35  min backen.

wurde eingereicht bei Susan´s yeastspotting
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