Sonntag, 19. Februar 2012

bitte mehr davon



Ich habe euch schon das Brotbackbuch „Alles Brot“ von Gerhard, Philipp und Christoph Ströck schon beim Apfel-Roggenbrot wärmstens ans Herz gelegt. Ich habe es mir nun auch gekauft und habe eine große Freude damit.
Ein ganz tolles Partygebäck aus diesem Buch möchte ich euch heute vorstellen. Bei der letzten Geburtstagsfeier meines Liebsten waren die pikanten Kekse ratzfatz aufgesessen, denn sie haben wirkliches Suchtpotenial. Es ist wie mit den Knabberein (Chips, Solettis, Erdnüsse etc.), denn wenn man einmal anfängt, gibt es kaum ein aufhören. So geschehen auch bei diesem feinen Käsegebäck.


Zutaten für ca. 60 Stück
350 g Weizenmehl griffig
200 g zimmerwarmer geriebener Käse nach Wahl
150 ml lauwarme Milch
100 g Maisstärke
50 g zimmerwarme Butter
3 Eigelb
½ Tl Paprikapulver edelsüß
etwas gemahlener schwarzer Pfeffer
7 g Salz
1 Messerspitze Backpulver
Sesam, Mohn zum Bestreuen
(Leinsamen, Chili, Streusalz auch möglich)

Zubereitung
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und in einer Frischhaltefolie wickeln. Im Kühlschrank 3 Stunden lagern.
Nach den drei Stunden auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig mit den Rollholz ½ cm dünn ausrollen. Stücke in gewünschter Form ausstechen.
Die Teigstücke mit dem übrig gebliebenen Eiweiß bestreichen und mit Sesam und Mohn bestreuen. Im vorgeheizten Ofen  bei 185 °C 11 min backen.

Montag, 13. Februar 2012

gut gefüllt



Unlängst habe ich euch das fein fruchtige Bananeneis von Jamie Oliver ans Herz gelegt, heute ist es ein gefülltes Partybrot vom „wild cooking star“. Das Partybrot ist bereits schon zweimal erprobt und hat jedes Mal die Gäste so begeistert, dass das Brot ruck zuck aufgeschmaust war.
Ich habe die Fülle jedes Mal etwas abgeändert und beide waren sehr lecker. Darum verrate ich euch beide Füllungen. So kann jeder selber nach seinen Vorlieben entscheiden und füllen. Beim zweiten Mal habe ich das Brot auf eine besondere Art geflochten, gefunden habe ich diese Formgebung bei cooking stuff. So wird jedes Brot zu einem echten Hingucker und macht die Partygäste neugierig einmal von diesem Brot zu probieren...und ich kann garantieren, man wird nach dem Rezept fragen.

Zutaten für ein Partybrot
800 g Weizen-Brotmehl
200 g Roggenmehl
2 Päckchen Trockenhefe
500 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
2 TL Honig
Sesam zum Bestreuen

1. Fülle:
6 Scheiben Prosciutto
5 Eier gekocht (8 min)
150 g geriebener Pizzakäse
8 getrocknete Tomaten in Öl
je 1 EL getrockneter Oregano, Basilikum und Thymian
Pfeffer

2.Fülle:
100 g Speckwürfel
5 Eier gekocht (8 min)
100 g Schafskäse
8 getrocknete Tomaten in Öl
Je 1 EL Oregano und Basilikum

Zubereitung
Das lauwarme Wasser mit Hefe und Honig vermischen und an einem warmen Ort solange stehen lassen, bis sich Blasen bilden. Das Hefewasser mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt 3 Stunden gehen lassen.
Nach den 3 Stunden den Teig zu einem Rechteck ausrollen und füllen (siehe Füllungen). Das Rechteck zu einer Rollen formen und diese nochmals 30 min ruhen lassen. Mit Öl bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Bei 180°C 35 min backen. Auskühlen lassen und anschneiden.



...eingereicht bei Susan´s yeastspotting.

Sonntag, 5. Februar 2012

alles Brot

Als ich mir nach meinem Umzug gleich einen Leseausweis, in der für mich noch unerforschten Bibliothek unserer Gemeinde holte, interessierten mich natürlich zuerst die Kochbücher. Ein tolles Sortiment fand ich vor und blieb am Brotbackbuch „Alles Brot“ von Gerhard, Philipp und Christopf Ströck  hängen und lieh es mir gleich aus. Zu Hause angekommen, studierte ich die Brotrezepte und war begeistert. Das Buch ist ein optischer Hochgenuss und man bekommt große Lust gleich eines der einfach erklärten Rezepte auszuprobieren. Mein Erstling aus diesem Buch sollte das Apfel-Vollkornbrot sein. Denn ein solches habe ich bis jetzt noch nie gebacken.


Ich muss ganz offen zugeben, ans Rezept konnte ich mich dann doch nicht ganz halten…so bin ich eben. Nicht, weil ich es nicht für gut empfinde, sondern ein interessanten Rezept regt oft meinen kreativen Geist an. Es geht dann meist so weit, dass ich Tage lang über das Rezept siniere und somit entsteht dann ein ganz eigenständiges Rezept.
 Hier also mein eigenes Apfelbrot-Rezept in Anlehnung an Familie Ströck´s
Apfel-Vollkornbrot…und es schmeckt GENIAL!!! Mein neuer Favorit, denn die geraspelten Äpfel machen das Brot sehr saftig und der Sauerteig geben dem Brot eine fein säuerliche Note!


Zutaten für 2 Kastenformen
Sauerteig
100 ml lauwarmes Wasser
100 g Roggenmehl
Hauptteig
gesamter Sauerteig
500 g Roggenmehl
200 g Brot-Weizenmehl
3 kleine säuerliche Äpfel mit Schale (Elstar)
150 ml lauwarmes Wasser
200 ml lauwarmer Apfelsaft naturtrüb
1 ½ EL Salz
6 g Trockenhefe

Zubereitung
Für den Sauerteig den abgebröselten Sauerteig mit 40 ml lauwarmen Wasser vermengen. Zugedeckt an einem warmen Ort 12 h stehen lassen. Nach den 12 h darf das Anstellgut nicht nach Essig riechen, sondern nur eine feine säuerliche Note. Ist der Essiggeruch zu vernehmen, muss man den Vorgang nochmals wiederholen. Anschließend das Anstellgut mit 100 ml lauwarmen Wasser und 100 g Roggenmehl vermischen und solange rühren bis der flüssige Teig eine samtige Oberfläche bekommt. Nochmals 12 h zugedeckt stehen lassen.
Für den Hauptteig den lauwarmen Apfelsaft mit der Trockenhefe vermischen und solange stehen lassen, bis sich kleine Bläschen gebildet haben. Die Äpfel gründlich waschen und grob reiben. Die beiden Mehlsorten mit den restlichen Zutaten vermengen. Der Teig ist sehr klebrig und sollte trotzdem 5-10 min geknetet werden, denn nur so können sich alle Zutaten gründlich miteinander vermischen. Den Teig zugedeckt mindestens 4 h zugedeckt gehen lassen. Anschließend in gut gefettete und mit Brösel bestreute Kastenformen geben. Mehrmals die Kastenformen auf die Arbeitsfläche klopfen, sodass Luft aus dem Teig entweichen kann und sich so keine hohlen Stellen bilden und der Teig schön kompakt wird. Zugedeckt nochmals 1 h ruhen lassen. Die Brote im vorgeheizten Ofen bei 250°C 5 min backen und dann die Temperatur auf 180 °C senken und weitere 65 min backen.


...eingereicht bei Susan´s yeastspotting.

Montag, 30. Januar 2012

Brot mit Tradition


Dieses Rezept verdanke ich einer treuen Leserin von Lisa´s Kochfieber. Helene hat mir vor längerer Zeit eine ganz liebe Mail geschrieben und mir berichtet, dass sie meinen Blog regelmäßig liest. Ich habe mich damals sehr über diese lieben Zeilen gefreut und so haben wir uns per Mail etwas ausgetauscht. Helene war so freundlich und hat mir dann ihr Familienrezept für dieses typisch (süd)tirolerische Gebäck geschickt. Verändert habe ich an dem Rezept nur wenig. Helene mischt unter ihren Teig noch Sonnenblumenkerne, ich habe diese weggelassen, da ich sie im Brot nicht so gerne mag. Meine Testesser, darunter auch sehr Kritische, fanden die Vintschgerl wunderbar. Die Vintschgerl werden alle lieben, die ein Brot mit Biss mögen. Da es sehr einfach in der Herstellung ist, auch sehr geeignet für Brotback-Anfänger. Ich hoffe Helene liest diese Zeilen und meldet sich bei mir. DANKE Helene!


Kleine Warenkunde
Vinschgauer, Vinschgerln oder Vinschger Paarln sind handtellergroße, zwei bis drei Zentimeter dicke Fladenbrötchen aus Roggen-Weizen-Sauerteig und Hefe aus dem Südtiroler Vinschgau. Sie sind auch in Tirol und Vorarlberg verbreitet. Dort gibt es auch wesentlich größere Varianten. Traditionell werden sie paarweise zusammenhängend gebacken. Typisch ist neben der flachen Form, die einen hohen Krustenanteil bewirkt, die Würzung mit dem Schabzigerklee und den Samen von Koriander, Fenchel und Kümmel. Vinschgauer haben eine großporige Krume und halten sich durch den Roggenanteil von etwa 70 Prozent und die Teigführung mehrere Tage frisch. Daher eignen sie sich besonders gut als Proviant für längere Wanderungen. Verwandt, aber wesentlich dünner und länger haltbar, ist das ebenfalls aus Südtirol stammende Schüttelbrot. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vintschgerl)


Zutaten für ca. 10 Stück
300 g Roggenmehl
300 g Brot-Weizenmehl
500 ml lauwarmes Wasser
1 Packung Trockenhefe
1 TL Honig
1 ½ TL Salz
1 TL Koriander
½ TL Schabziger Klee (Brotklee)

Zubereitung
Das Wasser mit dem Honig und der Trockenhefe vermischen und so lange stehen lassen, bis sich Bläschen bilden. Die zwei Mehlsorten mit Salz und den restlichen Gewürzen vermischen und mit dem Hefewasser zu einem Teig kneten. Der Teig ist aufgrund des hohen Roggenanteils klebrig. Bitte sich nicht verleiten lassen, nochmals Mehl hinzuzufügen. Anschließend den Teig zugedeckt an einem warmen Ort bis zu 6 Stunden gehen lassen. Der Teig ist nach dieser langen Gärzeit nicht mehr klebrig und lässt sich auf einem Brett einfach zu einem Rechteck ausrollen. Der Teig muss eine Dicke von 2 cm haben. Mit dem Messer den Teig in regelmäßige Rechtecke schneiden und auf einem Backblech (mit Backpapier belegt) legen und mit Roggenmehl vorsichtig einreiben (so entstehen schöne Risse). Zugedeckt die Teiglinge nochmals 1-2 Stunden rasten lassen. Den Ofen auf 220°C erhitzen und 25-30 min backen.

eingereicht bei Susan´s yeastspotting.

Freitag, 27. Januar 2012

Suppenglück


Paules Kitchen bietet eine reichen Fundus an wunderbaren Rezepten. Ich bin eine begeisterte Leserin und diesmal hat es mir die Möhren-Maroni-Suppe mit Rosmarin angetan. Paules kann ihre derzeitige Vorliebe für Maronen schwer verleugnen und ich…. auch nicht!!! Inspiration für diese Suppe fand Paules in Sonja Rikers Kochbuch “Suppenglück”. Ich habe mich auch wiederum von Paules Suppe inspirieren lassen und habe so mein eigenes „Süppchen“ gekocht. Meine Gäste und mich hat diese Suppe vollkommen überzeugt und schnell war der Topf leer gelöffelt.

Zutaten für 6 Personen
700 g Karotten
200 g Maroni vorgegart
1 rote Zwiebel
1 TL Ghee
1 ¼ l Gemüsebrühe
¼ TL Ingwer gemahlen
¼ TL Galgant
100 ml Kokosmilch
100 ml Orangensaft
Rosmarin
Pfeffer
Kräutersalz
Sesam-Grissini zum Servieren

Zubereitung
Zwiebeln in 1 TL Ghee andünsten und die würfelig geschnittenen Karotten hinzufügen und bei mittlerer Hitze 15 min dünsten. Gemüse mit Orangensaft ablöschen und mit Brühe aufgießen.  Die Suppe würzen und solange kochen lassen bis die Karotten weich sind. Anschließend die Suppe pürieren und mit Kokosmilch verfeinern. Die Maronen hinzugeben und die Suppe abschmecken.

Montag, 23. Januar 2012

aufgebrezelt


Die Brezeln habe ich, wie fast alle meine Brotrezepte, bei Lutz entdeckt und dieser meinte: „Der Teig kommt ohne Vorteig aus, hat eine tolle Konsistenz und schmeckt in gebackener Form atemberaubend gut!“ Meinen Gästen und mir haben die Brezel wirklich wunderbar geschmeckt. Am Besten schmecken die Brezel mit etwas Butter, mehr braucht man dazu nicht.
Geändert habe ich am Rezept nur, dass ich Butter anstatt des Schweineschmalzes verwendet habe.


Zutaten für 6 Brezeln
340 g Weizenmehl
3 g Frischhefe oder 1,5 g Trockenhefe
7 g Salz
175 ml Wasser
15 g Butter
Natronlauge 4 %

Zubereitung
Alle Zutaten außer der Butter 10 min Minuten zu einem festen Teig kneten. Anschließend die Butter hinzufügen und nochmals 5-8 min kneten. Der Teig sollte glänzen und nicht kleben. Den Teig 30 min an einem warmen Ort rasten lassen. 6 gleich große Stücke vom Teig abstechen (ca.90 g) und rund wirken. Mit beiden Händen jedes Teigstück zu einem kurzen Strang rollen, der in der Mitte dicker ist und zu den Enden dünner wird. Die Teigstränge 10 min ruhen lassen, dann weiter auf eine Länge von 50 cm ausrollen und zu Brezeln schlingen. Abgedeckt über Nacht ca. 8 Stunden im kühlen Keller oder Kühlschrank lagern.
Am Backtag die Brezeln 30 min bei Zimmertemperatur nochmals gehen lassen. Anschließend mit 4%iger Natronlauge laugen (Vorsicht! Verätzungsgefahr!).
Bei 220°C 16-18 Minuten backen.

eingereicht bei Susan´s yeastspotting.

Mittwoch, 18. Januar 2012

fruchtige Dessertzauberei


Meine liebe Freundin hat mir vor ein paar Wochen das Kochbuch Jamies 30 Minuten Menüs geliehen und da habe ich dieses schnelle und einfache Eisrezept entdeckt. Eigentlich ist es wirklich mit wenig Aufwand gemacht. Man braucht nur 6 Stunden Gefrierzeit und wenige Zutaten. Ich habe dem Originalrezept noch etwas Kardamom hinzugefügt, denn ich liebe die Kombination Banane und Kardamom. Den Honig habe ich mit Agavensirup ersetzt, da ich keinen flüssigen Honig zur Hand hatte. Unseren Gästen hat es sehr geschmeckt und nach einem üppigen Mahl ist dieses fein-fruchtige Dessert gerade richtig. Mein neues Lieblingsdessert.


Zutaten für 4 Personen
3 große Bananen
125 g fettarmes Naturjoghurt
1 TL Agavensirup
¼ TL Kardamom
etwas Kokosraspeln und knusprige Kekse als Dekoration

Zubereitung
Bananen in Scheiben schneiden und in Gefrierbeutel verpackt mindestens 6 Stunden ins Gefrierfach legen. Achtung! Die Bananen müssen unbedingt sofort gefroren werden, sondern werden sie braun und das Eis bekommt eine unansehnliche Farbe.
Die Bananen etwas antauen lassen und in ein hohes Gefäß füllen. Das Joghurt, den Honig und den Kardamom hinzufügen und mit den gefrorenen Bananen pürieren. Das Eis mit Kokosraspeln und zerbröselten Keksen bestreuen und sofort servieren.

Sonntag, 15. Januar 2012

Fisch und Pasta


Das ist das Cannelloni-Gericht meiner Mama. Meist haben wir Kinder es von ihr gewünscht, wenn wir Geburtstag hatten oder es gab einen feierlichen Anlass.
Für mich ist dieses Pastagericht also emotional sehr positiv besetzt. Diesmal habe ich aber noch Maroni in die Spinatfülle geschummelt und ich war begeistert. Denn die Maroni geben den Lachscannelloni ein fein nussiges Aroma.
Warum ich es erst jetzt nach einem Jahr im „Foodblogger-Universum“ poste? Das steht wohl in den „Blogger-Sternen“. Wer dieses Gericht ausprobiert, bekommt bestimmt von den Gästen bzw. Bekochten viele Sterne. Versprochen!

Zutaten für 2 Personen
8 Cannelloni
Fülle:
250 g TK-Spinat
80 g geräuchter Lachs
50 g Maroni
1 kleine rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Muskat
Salz
Pfeffer
Guss:
250 ml Milch
80 g Gorgonzola
1 EL getrockneter Salbei
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Öl anschwitzen. Aufgetauten und gut ausgedrückten Spinat hinzufügen und anbraten. Maroni würfeln und die Fülle mit Muskat, Pfeffer und Salz kräftig würzen. Die Masse anschließend etwas abkühlen lassen und die Cannelloni mit der Masse füllen. Die gefüllten Cannelloni in eine Auflaufform schichten.
Für den Guss die Milch erwärmen und den Gorgonzola darin schmelzen. Mit Salz, Salbei und Pfeffer würzen und über die Cannelloni gießen. Bei 180°C 30 min überbacken.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...