Donnerstag, 28. Oktober 2010

Frisch vom Baum



Wie ich auf die Homepage backecke gestoßen bin, weiß ich nicht mehr. Aber das spielt auch keine Rolle. Hauptsache ich habe sie gefunden, denn sie ist voller „nachbackenswerter, köstlicher“ Backrezepte.
Unter anderem auch das Birnenbrot, dass natürlich herrlich in die herbstliche Zeit passt. Birnen werden dieser Tage frisch geerntet und machen Lust auf fruchtige Gerichte. Salzig oder süß zubereitet, die Birne ist ein wahrer Wandlungskünstler und harmonisiert mit vielen Aromen. Bei den südlichen Nachbarn gern in Verbindung mit dem kräftigen Aroma des Gorgonzolas genossen (siehe Birnen-Gorgonzola-Ravioli) oder bei den Franzosen als Birnen-Tarte vernascht.
Doch Birne im Brot? Das ist nicht alltäglich und macht neugierig, wie das Birnenbrot wohl schmeckt. Nun meine Neugier wurde geweckt und so wurde es auch gleich gebacken. Vielleicht kann ich auch beim Blogevent BIRNEN Oktober 2010 von Gaertnerblog.de manchen Hobbybäcker dafür begeistern.
Mein Geschmacksergeb(l)nis:
I am in heaven!!!! Dieser großartiger Geschmack mit dieser leichten Süße macht dieses Brot zu eines meiner Favoriten. Es schmeckt mit einem herzhaften Käse genauso gut wie mit Marmelade bestrichen. Das ideale Frühstücks-Jausenbrot. Außen ist das Brot schon knusprig und innen großporig und locker. Bäcker-Herz was willst du mehr!!!!


Kleine Warenkunde
Birnen sind ein Kulturbegleiter, schon Homer berichtet von ihnen. Spätere Forschungen fanden heraus, dass der Birnbaum auch von den Babyloniern als heiliger Baum verehrt wurde. Sehr rasch haben die Menschen sehr viele Arten von Birnensorten gezüchtet. Im 17. Jahrhundert kannte man in Frankreich an die 300 Sorten, im 19. Jahrhundert war man schon bei 1000 angelangt. Die heutige Anzahl der Sorten in Alter und Neuer Welt wird auf 5000 geschätzt. Birnen sind ein säurearmes Obst, enthalten aber etwa so viel Zucker wie Äpfel. Dadurch schmecken sie besonders süß und sind für säureempfindliche Menschen sehr bekömmlich. Weil sie zusätzlich gute Eisenwerte aufweisen, wirken sie Blutarmut entgegen. Sie enthalten außerdem viel Kalium, was entwässert, ihr Phosphorgehalt stärkt das Nervensystem.                                                                 (Quelle: Wikipedia)

Zutaten für 4 kleine Brote
Vorteig- Poolish
500 g Weizenbrotmehl Type 1600
300 g Dinkelmehl Type 700
500 g geraspelte Birnen
100 ml Milch
1 Packung Trockenhefe*
3 EL Rohrohrzucker
50 g weiche Butter
2 TL Zitronenschale
½ TL gemahlener Ingwer
1 EL Salz
* ¼ TL für den Vorteig verwenden


Zubereitung
Poolish am Vortag ansetzen.
Die lauwarme Milch mit dem restlichen Trockengerm und dem Zucker vermengen und an einem warmen Ort 10 min gehen lassen.
Die Mehle mit weicher Butter, Zitronenschale, Ingwer und Salz vermischen. Die Birnen fein raspeln und mit dem Mehlgemisch vermengen. Den Poolish und die Hefemilch beifügen. Den Teig 10 min kneten und im warmen Ofen 2 h zugedeckt gehen lassen. Den Teig zu vier Rollen formen und nochmals gut durchkneten. Jeder einzelne Rolle zu einem Knopf formen. Zugedeckt nochmals 30 min gehen lassen.
Den Laibbrot mit Wasser bestreichen und eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen. Bei 250°C fallend auf 200°C 30 Minuten mit Dampf backen. Danach das Brot im Ofen noch 5 Minuten bei offener Ofentür ruhen lassen. So bekommt es eine schöne Kruste.


Eingereicht bei Yeast Spotting.

Kommentare:

Anna hat gesagt…

Lisa, sehr appetitliches Brot! Mit Äpfel hab ich schon gebacken, mit Birnen muss auch probieren.
Nur hab ich ein paar Fragen, welches und wieviel Mehl und wieviel Wasser nimmst du für den Poolisch? Und in den Teig kommen nur 100 ml Milch, sonst gar keine Flüssigkeit?

Lutz hat gesagt…

Ich hab mich nach deinem Kommentar bei mir schon tot gesucht nach dem Birnenbrot ;). Jetzt ist es da und ich werde es sicher bald nachbacken. Bin gespannt, wie es schmeckt!

Lisa ♥ hat gesagt…

@ Anna: Hier findest du meine Vorteige und die genauen Mengenangaben (Rubrik Brotlaube)http://lisas-kochfieber.blogspot.com/2010/08/vorteige.html
Klingt nach wenig Flüssigkeit, aber da die Birnen sehr saftig waren und bereits beim Raspeln viel Eigensaft abgegeben haben, habe ich nicht mehr Flüssigkeit benötigt.Sind die Birnen härter, braucht man natürlich mehr Milch.

@ lutz: Sorry, ich hatte leider vorher keine Zeit es früher reinzustellen. Bin auf dein Backergebnis gespannt.

Sus hat gesagt…

Und? Warum hast Du es nicht angemeldet? Wir hätten es mit Begeisterung genommen ...


Liebe Grüße, Sus

Anna hat gesagt…

Hallo Lisa,
hab gestern das Brot gebacken. Anstelle des Poolish hab ich Sauerteig genommen. Es wurde ein sehr aromatischer und leckerer Brot. Auch meine Kinder waren zufrieden und dass sagt schon vieles.
danke für Rezept:)

Lisa ♥ hat gesagt…

Oh, das freut mich aber. Kinder sind ja die schärfsten Kritiker beim Essen.

Lyhako hat gesagt…

Das Birnenbrot fand ich lecker vom Geschmack, aber ich habe den Teig zu lange gehen lassen. So war mir die Konsistenz zu weich und locker. Etwas fester hätte mir besser geschmeckt, dann hätte man das Brot auch besser schneiden können. Das werde ich mir fürs nächste Mal merken.

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