Dienstag, 15. November 2011

Lisa stellt vor...


Heute möchte ich zum ersten Mal ein österreichisches Kochbuch vorstellen, welches ich vom Löwenzahn Verlag erhalten habe. Wenn man es genau nimmt, ist es kein Koch- sondern ein Backbuch: Das große österreichische Backbuch von Franz Schmeißl.
Franz Schmeißl versucht mit seinem Backbuch uns Lesern sein Fachwissen und seine Liebe zu den Berufen des Konditors und Bäckers zu vermitteln.Wem das Backbuch alleine nicht ausreicht, kann auch Backkurse bei Franz Schmeißl besuchen.
Was fiel mir beim ersten Durchblättern des Backbuchs auf:
Das Buch ist in übersichtliche Kapitel unterteilt und beginnt mit den Back-ABC, welches viele wertvolle Tipps und Tricks dem Hobbybäcker näher bringt.
Besonders toll fand ich die detaillierte Beschreibung in Bild und Wort, wie man  Marzipanrosen formt.
Weiters ist es in den Rubriken Rouladen, Schnitten, Torten, Kleindesserts, Kuchen, Germteig & Blätterteig, Weihnachtsbäckerei und Brot & Gebäck unterteilt.
Mir hat gefallen, dass die vorgestellten süßen Rezepte ein kleiner, feiner Auszug  der österreichischen Backklassiker ist. Viele der Rezepte, die Franz Schmeißl seiner Leserschaft präsentiert, bekommt man bei uns in Österreich in jeder Konditorei. So findet man Rezepte für Cremeschnitten, Dobosschnitten, Esterházy-Schnitten, Kardinalschnitten, Husarentorte, Linzertorte, Malakoff-Torte, Sachertorte, Indianer, Ischler Törtchen, Mohr im Hemd.
Klassische österreichische Mehlspeisen-Spezialitäten wie zum Beispiel Bauernkrapfen, Apfelstrudel, Buchteln, Faschingskrapfen, Nussbeugel, Schaumrollen werden in ansprechender Weise vorgestellt.
Wer gerne österreichische Weihnachtskekse ausprobieren möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen. Man findet Rezepte für Brabanter, Christstollen, Eisenbahner, Kletzenbrot, Kokosbusserl,  Linzeraugen, Vanillekipferl, Lebkuchen.

Am meisten hat mich aber das „Brot und Gebäck“-Kapitel interessiert.
Es sind recht einfache Brotrezepte, die außer den „Röggli“ und „Vollkorn-Mischbrot“ ohne Vorteig auskommen und daher für alle Anfänger eine kleine Fundgrube. Ich habe mich nach langem Hin und Her für das Vollkornmischbrot ohne Sauerteig entschieden es nachzubacken. Da ich ja sonst fast immer Brote mit Vorteigen backe.



Ich kann dieses Backbuch allen erfahrenen Backfreunden empfehlen. Für alle Backanfänger ist dieses Buch eine Herausforderung. Aber schließlich wächst man ja an seinen Aufgaben.
Ich danke Frau Oberdanner vom Löwenzahn-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat. Wer sich für die Buchrezension von Alice interessiert, kann dies hier nachlesen und ihre Torte nachbacken.

Mein Backerl(g)ebnis war etwas enttäuschend, denn der Teig ist so klebrig, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ich 3 Laibe formen soll ohne nochmals Mehl hinzuzufügen. Darum musste ich die feuchte Teigmasse in eine Kastenform füllen und backen. Das Brot würde ich als „no-knead-bread“ beschreiben. Die Hitze wurde vom Autor mit 50 min bei 180°C angegeben. Ich habe aber von Lutz und Roswitha gelernt, dass die Hitze am Anfang hoch sein muss und dann langsam verringert wird.
Mein Geschmackserl(g)ebnis: Die Kruste ist schön kross geworden und die Krume ist feinporig und saftig. Es schmeckt wunderbar mild nach Polenta. Geschmacklich hat es mich voll überzeugt und wird bestimmt wieder mal gebacken.


Zutaten für ein Kastenform
150 g Roggenmehl Type 960
300 g Weizenmehl Type  1600
250 g zimmerwarmes Joghurt
100 ml lauwarmes Wasser
1 Pkg. Trockengerm
10 g Olivenöl*
2 TL Salz
2 TL Brotgewürz
Brühstück:
120 g Polenta
450 ml Wasser

 *wahlweise Leinöl

Zubereitung
Für das Brühstück das Wasser aufkochen und den Polenta einrühren, eine Minute kochen und den Herd abschalten und 30 min zugedeckt stehen lassen.
Für den Teig alle Zutaten mit der abgekühlten Polentamasse vermischen und in einer Rührschüssel vermengen.
Achtung! Der Teig ist sehr klebrig und lässt sich nicht auf einer Arbeitsfläche vermengen. Nur in der Schüssel!!
Zugedeckt den Teig 1-2 Stunden auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.
Den Teig in eine eingeölte Kastenform füllen und nochmals gehen lassen. Den Ofen vorheizen. Bei 250°C fallend auf 180°C 60 min backen.

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